Militärische Analyse des Gazakrieges vom 27. Dezember 2008 bis zum 17. Januar 2009
Von Dr. Peter Forster, Chefredaktor der Militärzeitschrift SCHWEIZER SOLDAT (Auflage 38'000, mit 80’000 Lesern), Oberst der Schweizer Armee, von 1996 bis 2004 Kommandant des Inf Rgt 1
Im siebenten Nahostkrieg schwächten die israelischen Streitkräfte die palästinensische Terrororganisation Hamas empfindlich. Aus der Luft, zu Lande und vom Meer aus nahm Israel den Gazastreifen unter Beschuss. Der Gazakrieg begann am 27. Dezember 2008 mit einem verheerenden Überraschungs-schlag der israelischen Luftwaffe. Nach 22 Tagen, am 17. Januar 2009, flauten die Kämpfe ab, als sich erste israelische Panzerverbände aus der Stadt Gaza zurückzogen.
Vorsicht mit Verlustzahlen
Schon mit den zivilen arabischen Verlustzahlen ist mit Vorsicht umzugehen; noch skeptischer muss man die Behauptungen der Hamas aufnehmen, was ihre eigenen Verluste an Kämpfern angeht. Die Hamas will nur 48 Kämpfer verloren haben; Israel dagegen spricht von mehreren 100.
Die israelischen Streitkräfte verloren zehn Soldaten – deutlich weniger als im 34-tägigen Libanonkrieg vom Sommer 2006. Alle israelischen Gefallenen des Gazakriegs hatten im Heer gekämpft. Die Luftwaffe und die Marine meldeten keine Toten oder Verletzten. Im Heer erlitten vor allem Panzer- und Infanterieverbände Verluste.
Neuer Generalstabschef
Die israelischen Angriffsspitzen gingen wesentlich geschickter vor als seinerzeit im zweiten Libanonkrieg. Der israelische Generalstab hatte noch im Herbst 2006 die Lehren gezogen.
General Gabi Ashkenazi, der neue Generalstabschef, schulte die Kampftruppen gründlich im Gefecht der verbundenen Waffen. Er bildete die Berufs- und Milizverbände wieder besser aus. Und er sorgte dafür, daß die Logistik ihre Mängel endlich behob.
Als Verteidigungsminister hatte Ehud Barak den militärisch unerfahrenen vormaligen Gewerkschaftsführer Amir Peretz abgelöst. Barak hatte in jungen Jahren die Elitekompanie «Sayerat Matkal» geführt und war in der Armee bis zur Spitze aufgestiegen. Ashkenazi und Barak planten den Gazakrieg sorgfältig. Sie arbeiteten schon im Vorfeld besser als Amir Peretz und der alte Generalstabschef Dan Halutz.
Operation «BLEIGUSS»
Der Gazakrieg begann am 27. Dezember 2008 um 11.30 Uhr mit einem gewaltigen Luftschlag. Die Operation «BLEIGUSS» setzte mit F-16- und Apache-Angriffen auf Hamas-Stellungen ein. Zerstört wurden das Hauptquartier, mehrere Kommandoposten, Gefechtsstände, Waffen- und Trainingslager. Insgesamt flog die israelische Luftwaffe am ersten Kriegstag 180 Einsätze.
Die wichtigsten Ziele lagen in Tel Zaatar (im Flüchtlingslager Jabaliya nördlich von Gaza), in der Stadt Gaza selber, in Tel al-Hawa südlich von Gaza und beim Flüchtlingslager al-Burej im Mittelabschnitt des Gazastreifens. Schon in der ersten Welle schalteten die F-16 und die Apache-Helikopter Kassam-Raketen-Stellungen aus. In aller Regel befanden sich die Stellungen in unmittelbarer Nähe zu bewohnten Häusern. Während des ganzen Krieges benutzte die Hamas in zynischer Art Zivilpersonen als «menschliche Schutzschilde».
Den israelischen Fliegern kamen die Nachrichten zugute, die der Geheimdienst aus Gaza geliefert hatte. Die Luftwaffe wusste, wo die Hamas-Führer wohnten und wo genau sie sich aufhielten. Bis zum letzten Kriegstag schlugen die Piloten gezielt gegen Hamas-Kommandanten zu, deren Standort ihnen gemeldet worden war.
In die Kniescheiben
Als es darum ging, Nachrichten zu beschaffen, zog der israelische Geheimdienst reichen Nutzen aus versprengten Fatah-Zellen, die es in Gaza noch immer gab. Wohl hatte die Fatah im Juni 2007 den fünftägigen Bürgerkrieg gegen die Hamas verloren. Aber ganz war die Fatah nicht vertrieben – nun bedienten ihre Anhänger die israelischen Agenten noch so gerne.
Im neuen Gazakrieg schaltete die Hamas zahlreiche Fatah-Kämpfer aus, die sie im Jahr 2007 nicht hatte vertreiben können. Die Hamas tötete mehrere Fatah-Persönlichkeiten in Gaza; oder sie schoss jungen Fatah-Anhängern gezielt in die Kniescheiben, um sie für einen späteren Bürgerkrieg kampfunfähig zu machen.
Zu den prominenten Opfern des ersten Kriegstages zählte Tawfiq Jabber, der Hamas-Polizeichef von Gaza. Er war ursprünglich ein Vertrauter des Fatah-Chefs Arafat gewesen, schwenkte dann aber zur Hamas, als diese die Fatah unterdrückte. Getötet wurde ebenso Oberstleutnant Ismail al-Jaabari, der die Leibwache der Hamas-Spitze kommandiert hatte.
Israels Kriegsziele
Am 27. Dezember 2008 umschrieb Verteidigungsminister Barak die israelischen Kriegsziele wie folgt:
- «Primär sollen die Einwohner der Ortschaften im südlichen Israel wieder in Sicherheit leben können.»
- «Dazu sind die Raketenstellungen der Hamas im Gazastreifen auszuschalten.»
- «Zudem soll das Terror-Netzwerk der Hamas im ganzen Gazastreifen zerstört werden. Die Hamas-Führung muss gelähmt und ausgeschaltet werden.»
Seit dem Jahr 2001 hatten die Menschen im westlichen Negev und am Mittelmeer nördlich von Gaza in steter Angst vor den Hamas-Raketen gelebt. Bis zum 26. Dezember 2008 waren 3984 Raketen und 3943 Mörsergranaten auf israelisches Territorium gefallen. Lange erreichte die Hamas mit ihren Kassam-Geschossen «nur» nahe Ortschaften wie den Grenzort Sderot oder die Küstenstadt Ashkelon.
Im Februar 2008 schlugen Hamas-Kämpfer eine Bresche in die Abschrankung entlang der Philadelphia-Strasse am Südende des Gazastreifens. Von da an gelangten 122-Millimeter-GRAD-Raketen zur Hamas.
Bis Beersheva und Ashdod
Mit den GRAD-Geschossen erreichten die Terroristen nun auch die Städte Beersheva und Ashdod – beide rund 40 Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Beersheva – der «Brunnen der Sieben» – ist die Hauptstadt des Negev. Ashdod beherbergt – nach Haifa – den zweitwichtigsten Hafen von Israel.
Am 28. Dezember 2008 attackierte die israelische Luftwaffe noch einmal 90 Ziele. In einem Vier-Minuten-Angriff zerstörten die Flieger bei der Stadt Rafah 40 Geheimtunnels. Unter der Philadelphia-Strasse hatte die Hamas mehrere 100 Tunnels gegraben, durch die sie auch Waffen und Munition einschleuste (siehe SCHWEIZER SOLDAT, Dezember 2008, Seite 31).
Der Ausschaltung der Versorgungstunnels mass der israelische Generalstab in der operativen Zielplanung in allen drei Kriegswochen hohe Priorität bei.
Marine greift ein
Am 29. Dezember 2008 griff auch die israelische Marine in die Kämpfe ein. Vom Mittelmeer aus zerstörte sie mehrere Hamas-Kommandoposten und Ausbildungslager. Gesamthaft schalteten die israelischen Streitkräfte 30 Raketenstellungen aus; doch feuerte die Hamas ihre Geschosse weiter auf israelische Ortschaften ab.
In Ashdod starb an einer Busstation eine Frau, in Ashkelon auf einer Baustelle ein Beduine. Wie im Libanonkrieg hatten die Israeli wenig Zeit, Raketenstellungen unter Beschuss zu nehmen. 2006 versteckte die Hisbollah ihre Katjuscha-Rampen in Olivenhainen, in Häusern und in Bunkern. In Gaza brachte die Hamas ihre Kassam-Rampen konsequent in den Ortschaften und in Tunnels unter.
Man darf sich den Abschuss einer Kassam-Rakete nicht wie das Einrichten, Feinjustieren und Schiessen der Artillerie vorstellen. Die Rampen werden ruckartig in Stellung gerissen, notdürftig ausgerichtet und nach dem Abschuss sofort wieder in Deckung gezogen.
Drohnen klären auf
Die Israeli verfügen über eine vorzügliche Luftaufklärung, vor allem auch mit Drohnen. Sofort meldet die Aufklärung die Koordinaten des gegnerischen Mündungsfeuers. Aber bis der israelische Pilot oder die israelische Artillerie geschossen hat, ist oft das Ziel wieder verschwunden – rechtzeitig in Sicherheit gebracht von der Hisbollah oder der Hamas.
Am dritten Kriegstag öffnete Israel den Grenzposten Kerem Shalom ostwärts von Gaza. 60 Lastwagen und zehn Ambulanzen brachten der notleidenden Bevölkerung Hilfe. Später unterbrachen die israelischen Truppen die Kämpfe jeden Tag für drei Stunden.
Krieg der Bilder
Bei Jabalyia zerstörte die israelische Luftwaffe einen Lastwagen, von dem Hamas-Kämpfer GRAD-Raketen abluden. Die Hamas behauptete nachher, es habe sich nur um Sauerstoffflaschen gehandelt. Der israelische Film zeigt aber, wie die Männer die schlanken Raketen einhändig abluden. Für Sauerstoffflaschen hätten sie beide Hände gebraucht.
Panzer greifen an
Am 30. Dezember 2008 zerschlug die israelische Luftwaffe den Häuserblock, in dem Ismail Haniya, der oberste Chef der Hamas-Verwaltung in Gaza, sein Büro geführt hatte. Im Quartier von Tel al-Hawa bombardierten die Piloten das Schatzamt, das Aussenamt und das Arbeitsministerium der Hamas. Die Marine zerstörte Hamas-Boote und -Häfen. Am 3. Januar 2009, nach achttägigem Bombardement aus der Luft und vom Meer her, griff das israelische Heer in den Krieg ein. Um 16 Uhr legte die Artillerie mit einem langen Feuer los, das fast den ganzen Gazastreifen belegte.
Schwerpunkte lagen im Norden auf den Raketenstützpunkten von Beit Lahiya und Beit Hanoun. Im Süden lag schweres Feuer auf der Ortschaft Kahn Yunis. Es war der erste israelische Artillerie-Angriff seit dem Ende des Libanonkriegs am 14. August 2006. Gleichzeitig riegelte die Marine am Mittelmeer die Küste vollständig ab. Auf einer Tiefe von 32 Kilometern verhängte Israel eine Blockade, die fortan jeglichen Seezugang nach Gaza verhinderte.
Die Landstreitmacht setzte sich aus Panzer-, Panzergrenadier-, Infanterie- und Genietruppen zusammen, verstärkt durch namhafte Nachrichtenkräfte. Auf der Höhe der 2005 geräumten Kampfsiedlung Netzarim schnitten die Israeli den Gazastreifen von Osten nach Westen entzwei.
Nord-Süd unterbrochen
Von da an war der Nord-Süd-Verkehr des Gegners unterbrochen. Hauptziele bildeten im Norden die Stadt Gaza und die Raketenstellungen, im Süden der Philadelphia-Korridor mit den Tunnels, die endgültig nur von Bodentruppen zugeschüttet werden konnten. Als Hauptwaffe führte die israelische Armee den MERKAVA-Panzer ins Treffen (siehe SCHWEIZER SOLDAT, gleich anschliessend auf den Seiten 34 bis 36). Unverwüstliche M-113- und neuere ACHZARIT-Schützenpanzer trugen den Angriff der Panzergrenadiere vor.
«Grausame Frau»
Der ACHZARIT beruht auf dem Chassis der T-55- und T-62-Panzer, die Israel 1967 und 1973 in grosser Zahl erbeutet hatte. Die Israeli entfernten den Turm und bauten einen Transportraum für Grenadiere ein – mit einer Tür am Heck.
Der ACHZARIT (hebräisch für grausame Frau) führt den Panzerkommandanten, den Fahrer, den Schützen und sieben Grenadiere mit. Er verfügt über drei 7,62-Millimeter-Maschinengewehre und einen Dieselmotor von 650 PS (Mk 1) oder 850 PS (Mk 2). Ein Maschinengewehr wird aus dem Panzerinnern bedient. Der ACHZARIT wiegt 44 Tonnen. Ebenfalls am 3. Januar 2009 mobilisierte das israelische Kriegskabinett mehrere 1000 Reservisten. Das Gros gehörte zu den Kampfverbänden und ein Teil zu den Territorialtruppen.
Im Libanonkrieg waren Reserveverbände ohne Training in den Kampf geschickt worden. Jetzt aber zog die israelische Führung die Reservisten im Negev zusammen, wo sie eine spezielle Ausbildung im Orts- und Häuserkampf erhielten. Erst nach mehreren Übungen überschritten sie die Grenze in den Gazastreifen.
Raffinierte Container
Bei der Seeblockade entdeckte die israelische Marine raffinierte Behälter, die von iranischen Frachtern im Mittelmeer ins Wasser gelassen worden waren. An Bord der Frachter befanden sich iranische Offiziere, die überwachten, dass die Behälter am richtigen Ort und in der richtigen Tiefe freigegeben wurden.
Unterwasserströme trieben die Container in Richtung Gaza-Küste. Ein eingebauter Mechanismus trieb die Behälter dort wieder an die Oberfläche. Am Strand standen arabische Fischer bereit, die Fracht zu bergen.
Zu Beginn der Bodenoffensive leisteten Hamas-Kämpfer den langsam vordringenden Israeli heftigen Widerstand. Vom 4. Januar 2009 an änderte die Hamas ihre Taktik. Ihre Kassam-Brigaden vermieden die direkte Konfrontation. Dafür versuchten sie die israelischen Angriffe zu kanalisieren – und zwar in Richtung der Ballungszentren, besonders in Richtung Gaza-Stadt, wo die Hamas die Bevölkerung als «Schutzschilde» nutzte. Die Israeli trugen der gegnerischen Taktik Rechnung und liessen sich nur vereinzelt in Fallen locken.
Eigenes Feuer
Am 4. Januar 2009 feuerte ein israelischer Panzer eine Granate auf ein verlassenes Haus, in dem israelische Golani-Truppen Zuflucht gefunden hatten. Das Haus stürzte ein und begrub Major Dagan Vertman, Wachtmeister Niti Stern und Korporal Yusuf Muadi unter sich.
Oberst Avi Peled, der Kommandant der Golani-Brigade, wurde verwundet; dennoch leitete er die Evakuierung der anderen Verletzten. Er sorgte dafür, dass die Artillerie und die Luftwaffe den Rückzug deckten. An anderer Stelle fiel Hauptmann Yehonatan Netanel, der Kommandant einer Fallschirmkompanie, ebenfalls eigenem Feuer zum Opfer.
Zivile Kleider
Vom 6. Januar 2009 an setzte die Hamas Suizid-Bomber, Heckenschützen und Sprengfallen ein. Wenn sich ein Selbstmord-Attentäter israelischen Soldaten näherte, dann jagten ihn diese mit Schüssen in den Sprengstoffgürtel in die Luft.
Einzelne Hamas-Führer hatten den Luftkrieg überlebt. Sie scharten sich nun in Gazastadt, wo sie sich in zivilen Kleidern unter die Bevölkerung mischten.
Im Verlauf der Kämpfe entdeckten die israelischen Genietruppen in Gaza und den Flüchtlingslagern riesige Tunnelanlagen, die sie konsequent sprengten. Die Tunnels hatten dazu gedient, Truppen, Waffen und Munition zu verschieben. Entdeckt wurden Tunnels in Richtung Israel; im Mai 2006 war der israelische Korporal Gilad Shalit durch einen solchen Tunnel verschleppt worden.
Die israelischen Streitkräfte warnten die Bevölkerung von Gaza mit Flugblättern, Telefonanrufen und Radiobotschaften. Der Text lautete einheitlich: «Israel führt Krieg gegen Organisationen, die Israel mit Terror überziehen. Die israelischen Streitkräfte zerstören jedes Haus und jeden Ort, wo die Terroristen Munition und Waffen verstecken. Von jetzt an ist das Leben aller Menschen in Gefahr, die Munition und Waffen verbergen. Verlassen Sie Ihr Haus sofort. Sie sind hiermit gewarnt!»
Mit Blick auf die Politik
Am 14. Januar 2009 hatte die israelische Armee Gaza-Stadt eingeschlossen. Generalstabschef Ashkenazi gab bekannt, die Kriegsziele seien praktisch erreicht. Am 17. Januar, am 22. Kriegstag, verhängte Israel eine einseitige Waffenruhe – gerade noch rechtzeitig auf die Amtseinsetzung des amerikanischen Präsidenten Obama am 20. Januar.
Nisa Rijan: Das Ende des palästinensischen «Lehrerkämpfers»
«Wenn ich die Wahl hätte, von einer Bombe getroffen zu werden oder auf dem Schlachtfeld zu sterben, dann würde ich das Schlachtfeld wählen», pflegte der Hamas-Führer Nisa Rajan zu sagen.
Sein letzter Wunsch sollte nicht in Erfüllung gehen: Am 27. Dezember 2008 starben er, seine vier Frauen und neun seiner zwölf noch lebenden Kinder im Bombenhagel der israelischen Luftwaffe.
So verblendet war der Hamas-Führer mit dem Spitznamen «Lehrerkämpfer», dass er sogar einen eigenen Sohn auf eine Selbstmordmission sandte.
In der israelischen Siedlung Nissanit sprengte sich der Halbwüchsige bereits im Jahr 2001 in die Luft..
Brigadegeneral Eyjal Eisenberg kommandiert die Gaza-Division
Die israelische Gaza-Division wird seit dem Herbst 2008 vom 45-jährigen Brigadegeneral Eyjal Eisenberg geführt. Eisenberg dient seit 1981 in der Armee. Als Hauptmann befehligte er eine Aufklärungskompanie der Givati-Brigade. Dann übernahm er in der gleichen Brigade, einem Eliteverband, das Shaked-Bataillon.
Im Jahr 2003 wurde Eisenberg zum Kommandanten der Givati-Brigade ernannt. Anschliessend übernahm er für drei Jahre eine Fallschirmdivision.
Eyjal Eisenberg absolvierte die Kommandanten- und Generalstabsausbildung der israelischen Streitkräfte und bestand an der Universität Tel Aviv das Studium in Business Administration. Die israelische Armee verlangt von den Bewerbern um einen Generalsrang, dass sie vorgängig ein Hochschulstudium abschliessen. Das führt dazu, dass an den Hochschulen stets etliche Obersten im Alter um die 40 Jahre studieren.
Brigadegeneral Eisenberg übernahm die Gaza-Division im November 2008 zu einem Zeitpunkt, als der sechsmonatige Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas schon sichtbar zu Ende ging.
Die israelische Generalität kennt nur drei Rangstufen. Der Generalstabschef (Ramatkal) trägt als einziger den Rang Raw-Aluf. Ihm folgen die Kommandanten der Teilstreitkräfte (Aluf ) und der grossen Verbände (Tat-Aluf).