Die vor unserer Tür stehende Gefahr eines zweiten Holocaust
| Von HPE @ 21:52 | [ Antisemitismus ] |
Der Holocaust I (1938-1945) Die bisherige Kulmination des Judenhasses und der Judenvernichtung war der Holocaust. „Nicht ‚Proletarier aller Länder vereinigt euch’, sondern ‚Antisemiten aller Länder vereinigt euch’, Völker Europas macht euch frei“ (aus einer Rede Hitlers am 31. Mai 1920 (!) in München) „Die Vernichtung der Juden wird meine erste und wichtigste Aufgabe sein“ (Aus einer Konversation,1922). Der Grund: es kann nur ein erwähltes Volk geben, nämlich die Arier, und nur eine Götterwelt, nämlich die germanische.
Der geplante Holocaust II (2006 - ?) Ein zweiter Holocaust ist bereits angesagt. (Das angefangene Werk Hitlers zu Ende führen.) Der iranische Präsident will Israel mit Hilfe von Atombomben von der Landkarte tilgen. Das ist nicht einfach arabische Rhetorik, sondern seine religiös begründete, todernste Absicht.
Wie gehen wir mit dieser Situation um? Wie ging die Kirche der Dreissigerjahre mit Hitler um? Zunächst wurde Hitler als Phantast und Spinner abgetan. Niemand nahm sein Buch „Mein Kampf“ ernst, in dem er bereits seine Vision bekannt gab, die er später wörtlich und brutal umsetzte.
Was sind die Unterschiede zwischen Holocaust I und Holocaust II?
1. Holocaust I gehört der Geschichte an.
Holocaust II ist erst angedroht.
2. Holocaust I geschah in Deutschland, Österreich und Polen.
Holocaust II wird in Israel sein.
3. Holocaust I wurde von Hitler verantwortet.
Holocaust II wird vom iranischen Präsidenten Ahmadinejad verant-
wortet werden.
4. Holocaust I wurde möglich durch die Macht des Nationalsozialismus
und der antichristlichen, germanischen Götterwelt.
Holocaust II wird möglich durch die Macht des Islam.
5. Hinter Holocaust I standen die (antisemitische) Bevölkerung
Deutschlands (ca. 80 Mio. EW).
Hinter Holocaust II steht die gesamte islamische Welt (ca. 1 Mia. EW)
und die Antisemiten anderer Nationen.
6. Die Waffen des Holocaust I waren Terror und Vernichtungslager.
Die Waffen des Holocaust II sind Terror und die Atombombe. Die
Herstellung der Atombombe ist nur durch westliche Technologie und
Know-how möglich. (Die Produktion von elektrischer Energie mit
Atomkraftwerken ist in einem Land mit riesigen Erdölvorkommen nicht
angebracht.)
7. Beim Holocaust I waren die Juden auf den Schutz der „Gastländer“
angewiesen.
Beim Holocaust II können die Juden auf den Schutz der eigenen
Armee und Luftwaffe zurückgreifen.
8. Der Holocaust I (und die deutschen Kriegskosten) wurden durch
den Raub von Nationalbanken und jüdischen Vermögen finanziert.
Der Holocaust II durch Öleinnahmen (in erster Linie von den
westlichen Ländern).
9. Der Widerstand gegen den Holocaust I (und den Krieg) kam von Innen
(vom Militär Attentat-versuche gegen Hitler) sowie durch die
Bekennende Kirche und von Aussen (durch die Alliierten). Der
Widerstand von Innen war auch für Angehörige des Widerstands
lebensgefährlich.
Der Widerstand gegen den Holocaust II kommt von Israel und den
christlichen Zionisten in den Nationen, teilweise auch von den nicht-
islamischen Regierungen des Westens, welche die weltweite Gefahr
erkannt haben. Für Menschen aus den Nationen ist Iran und Israel
weit weg. Es besteht für sie gefühlsmässig keine unmittelbare
Bedrohung.
Die grosse Frage ist natürlich, wie sich die Christen zu dieser neuen Situation stellen werden. In den Dreissigerjahren erkannten nur wenige Christen – insbesondere auch wenig Freikirchler - die Gefahren der Naziherrschaft. Sie waren zu sehr mit sich selber beschäftigt und mit den innerkirchlichen Auseinandersetzungen wie z.B. der Kontroverse um die Pfingstbewegung. Heute herrschen ähnliche Verhältnisse. Viele Gemeinden konzentrieren sich auf Evangelisation, Gemeindebau und christliche Einheit – alles wichtige biblische Themen. Um der Einheit willen und wegen schlechten Erfahrungen im Umgang mit politischer Prophetie werden aber wesentliche biblische Themen ausgeklammert wie die Endzeitaussagen der Bibel, oder die Bedeutung Israels in unserer Zeit.
Wann werden die Iraner im Besitz einer Atombombe sein? In zwei oder vier Jahren? Oder gar schon früher? Wann ist der Zeitpunkt, an dem es keine Umkehr mehr gibt, der „point of no return“ (wie 1938, ein Jahr vor Kriegsbeginn)? Kann der Holocaust II abgewendet werden? Es wird hier viel diskutiert, ob militärische oder diplomatische Wege zum Ziel führen, oder ein Regimewechsel. Das Problem ist aber im Grunde geistlich und muss deshalb geistlich angegangen werden. Das heisst im Klartext, dass nur Menschen, die zu Gott einen Zugang haben d.h. die Gemeinde, wirkungsvoll an die Wurzeln herankommen durch Fürbitte und geistliche Kampfführung. Den Gemeinden wurde die Autorität und der Auftrag gegeben, in diesen Kampf einzugreifen. Aber sie können das nur tun, wenn sie zuerst ihre Verantwortung und ihre Vollmacht erkennen. Ich habe mehr Vertrauen in die Gläubigen der Dritten Welt, als in die Gläubigen in Europa. Sie sind im allgemeinen geistlich wacher als die Europäer.
Der Holocaust ist das grosse unverdaute Thema der Geschichte. Meistens werden die Juden als Opfer dargestellt. Beispielsweise in den verschiedenen Holocaust Gedenkstätten. Und sie sind es auch. Aber nicht nur. Aus der Seelsorge wissen wir, dass Verletzungen oft sündhafte Reaktionen auslösen. Vergewaltigung löst Rache, Rebellion oder Mordgedanken aus. Das ist bei den Juden nicht anders. Auch die Schwachen können sich wehren. Das sieht man schon bei kleinen Kindern. Die Juden wehrten sich durch Abkapselung, durch Stolz, und in der Neuzeit durch „Mitmischeln“ an den Schaltstellen der westlichen Kultur, beispielsweise im Bereich von Philosophie (Spinoza, Marx, Buber), Psychologie (Freud), Politik (Trotzky), Naturwissenschaft (Einstein, Niels Bohr), Finanzen (Rothschild), Film (Spielberg) etc. Das ist einer der Gründe, warum die „Protokolle der Weisen von Zion“, in denen den Juden die Aspiration zur Weltherrschaft unterstellt wird, von vielen als echt angesehen wurden, obwohl sie nachgewiesener-massen eine Fälschung sind. Das Buch ist heute im islamischen Raum ein Bestseller.
In gewissen Gebieten sind die Juden heute ganz vorne dabei. Sie haben im Vergleich zu anderen Völkern einen unverhältnismässig grossen Anteil an Nobelpreisträgern. Sie sind auch im Hightech Bereich und in der medizinischen Forschung führend. Interessanterweise gibt es in der klassischen Musik nur wenig bekannte jüdische Komponisten. Ausnahmen sind Gustav Mahler, der messianisch-jüdische Felix Mendelssohn, Arnold Schönberg und George Gershwin. Anders bei den ausführenden Musikern: viele Dirigenten (Bernstein, Barenboim, Walter, Klemperer, etc.), Pianisten (Rubinstein, Schiff, Horowitz, Schnabel, etc.) und Geiger (Heifez, Milstein, Stern, Menuhin, etc.) sind Juden. Kürzlich entdeckten wir eine israelische Flötistin, Sharon Bezaly, die zu den besten der jungen Generation gehört.
Eigenartigerweise gibt es wenig ausserordentliche jüdische Maler. Marc Chagall ist einer der wenigen. Dagegen gibt es eine ganze Anzahl bedeutender Architekten: Gropius (Direktor des Bauhauses), Breuer, Kahn, Safdie, Liebeskind um nur einige zu nennen.


