Deflation
Die verheimlichte Gefahr
Zusammenfassung des Buches von : Günter Hannich
Zusammengefasst von: Hans Peter Ehrsam - Herisau
Einleitung : « In unserer Gesellschaft gibt es zwei Klassen : Leute die mehr bekommen als sie verdienen und solche, die mehr verdienen als sie bekommen.“ (George Berhard Shaw, Schriftsteller (1856-1950)
Was ist eine Deflation?
Deflation bedeutet ein Absinken der in der Wirtschaft umlaufenden Geldmenge, was zu fallenden und nicht wie bei einer Inflation steigenden Preisen, führt. Fallende Preise sind auf den ersten Blick sehr attraktiv, doch hat es auch eine Kehrseite. Durch die fallenden Preise sinkt bei den Unternehmungen der Gewinn und die Unternehmen sehen sich gezwungen eventuell bestehenden Überhang an Kapazitäten abzubauen, was letztendlich dann zu Entlassungen führt. Eine Deflation ist ein sich selbst verstärkender Prozess, der sehr schwer umkehrbar ist. Die fallenden Preise bewirken bei der Bevölkerung eine Kaufzurückhaltung, weil diese meint, dass die Preise ja noch mehr sinken werden und vorerst einmal abwarten will wie es weiter geht. Der Konsum geht also zurück und verstärkt das Phänomen der Deflation noch zusätzlich.
Was ist eine Inflation?
Die Inflation kennen wir mittlerweile zur genüge, wurden doch alle Jahre die entsprechenden Indizes in den Medien publiziert. Bei steigenden Kosten wurden die Löhne meist an die Teuerung angepasst und je nach Leistung wurde darüber hinaus noch eine Reallohnerhöhung gewährt. Durch dieses Verhalten wurde der Konsum nicht negativ, sondern positiv beeinflusst. Es wurden von den Unternehmen immer mehr Güter produziert, da die Nachfrage ja nicht zurück ging, sondern im Gegenteil anzog.
Weshalb Deflation schlimmer ist als Inflation
Von Matthias Scharlach stammt der Ausdruck: „Es ist irrig, ein Problem lösen zu wollen, dessen Vorhandensein man sich nicht eingesteht.“
Im Gegensatz zu den steigenden Preisen bei der Inflation, haben wir es mit sinkenden Preisen bei einer Deflation zu tun. Was sind die Auswirkungen bei sinkenden Preisen? Investitionen lohnen sich immer wie weniger. Der Konsum geht mehr und mehr zurück da die Leute mit Anschaffungen warten, da die Preise ja fallen und man nie weiß wann die unterste Talsohle erreicht sein wird. Weil aber die Preise immer wie mehr sinken, sinkt bei den Unternehmen auch der Umsatz und der Gewinn. Dadurch kommen die Unternehmen immer wie mehr unter Druck und müssen entweder Bankrott anmelden, weil sie die Zinsen für Kredite nicht mehr bezahlen können oder sie müssen die Produktionsleistung reduzieren. In beiden Fällen kommt es zu immer mehr Arbeitslosen. Wegen der rasch zunehmenden Erwerbslosigkeit sinkt die Kaufkraft der Leute, denn ein Arbeitsloser muss zwangs-läufig sparen. Bei der Inflation konnte man die steigenden Kosten über Preiserhöhungen wieder ausgleichen. Bei einer Deflation ist dies nicht mehr möglich. Die Gewinne schrumpfen, die Schulden hingegen bleiben in gleicher Höhe bestehen!
Während eine Inflation die Wirtschaft anheizt, wird diese in einer Deflation erdrosselt. In einer Inflation kann man noch normal leben – in einer Deflation verhungern man im schlimmsten Fall.
Aussage von Walt Whitmann Rostow:“Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvorkommt.“
Ursachen einer Deflation
Eine Deflation ist viel schwieriger zu erkennen als eine Inflation oder Rezession. Deflation ist nicht einfach das Gegenteil von Inflation. Die einzige Gemeinsamkeit ist das gestörte Geld/Waren-Verhältnis. Die folgenden Ursachen kommen in Betracht:
● Einzug von Geld durch die Notenbank
● Nicht proportionales Ansteigen der Waren-zur Geldmenge
● Umkippen des Preisniveaus am Ende einer Inflation
● Rückzug des Geldes vom Markt nach einem Crash
● Überschuldung und explodierende Kapitalkosten
1. Notenbank zieht Geld zurück
Eine Deflation tritt am einfachsten dann ein, wenn die Notenbank eines Staates die Geldmenge reduziert. Dies geschah in der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren. Damals war die Reichsmark mit einer Dritteldeckung an das Gold gebunden. Als ihr Goldvorrat im laufe der Krise immer kleiner wurde, war die Reichsbank gezwungen, entsprechend Geld einzuziehen – eine Deflation begann.
2. Produktion steigt schneller als die Geldmenge
Es entsteht so eine immer wie größer werdende Kluft zwischen Waren-und Geldbe-stand. Das Geld wird wertvoller, und die Preise sinken. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten muss proportional zum Wirtschaftswachstum Gold gefördert werden und in Münzen verwandelt, bzw. von den Notenbanken in Barren zur Deckung vorgehalten werden. Hält die Förderung nicht Schritt mit der Wirtschaft, kommt es zu sinkenden Preisen. Der Nährboden für eine Deflation ist somit gelegt.
3. Umkippen des Preisniveaus am Ende einer Inflation
Ein solches Szenario tritt dann ein, wenn die Lohn-Preis-Spirale unterbrochen wird. Dies passiert, wenn die Löhne nicht mehr im gleichen Ausmaß steigen wie die Inflationsrate. Es kann auch dann geschehen wenn die Notenbank ihre Inflations-politik einstellt und Geld nicht mehr übermäßig herausgibt.
4. Rückzug des Geldes vom Markt nach einem Crash
Crashsituation ist dann wenn die Banken die Schalter schließen. Auslösende Faktoren dafür können z.B. sein der Crash am 11. September 2001 nach dem Terroranschlag in New York. Es konnte damals festgestellt werden, dass die Käufe der Menschen unmittelbar nach den Anschlägen zusammenbrachen. Die Erkenntnis daraus: „Jeder Crash, jeder unerwartete plötzliche Schock führt niemals zu einer Inflation, sondern immer zu einer Deflation.“
Zwangsläufige Entwicklung zur Deflation
Nach Meinung des Autors kann heute die Entwicklung zur Deflation nicht mehr aufgehalten werden! Grund: Das heutige System ist so angelegt dass es beinahe Automatisch in Richtung Deflation geht. Grund für diese Entwicklung ist die Schuldenfalle. Alle Industrienationen sind so hoch verschuldet, dass sie ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können. Aber nicht nur der Staat verschuldet sich, sondern auch die Mehrheit der Unternehmen und auch die Bürger nehmen Kredite um sich den Wunsch eines eigenen Hauses erfüllen zu können. Für so einen langfristigen Kredit zahlt dann der Kreditnehmer während der Laufzeit das zwei bis dreifache der ausgeliehenen Summe zurück.
Warum der Staat sich nie entschulden kann
Die Annahme, eine Volkswirtschaft könne langfristig unverschuldet bleiben, ist ein fataler Irrtum. Man muss wissen, dass der Zins zu einem Verschuldungszwang, zwar nicht des einzelne Bürgers, aber der Volkswirtschaft führt. Hätte der Staat auch in Rezessionszeiten keine Schulden gemacht, dann wäre eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale entstanden. Nur der starken Kreditaufnahme haben wir es zu verdanken, dass wir nun seit rund 50 Jahren in Wohlstand und Frieden leben.
Auswirkungen der Deflation
Als erstes wird man die Folgen am Arbeitsplatz zu spüren bekommen. So sehr man sich über sinkende Preise freuen kann, so wird man aber über die fallenden Löhne erschrecken. Es ist völlig egal ob man als Unternehmer oder als Arbeitnehmer tätig ist, jede Art von Erwerbseinkommen gerät unter Druck, in dem Masse wie der Wert des Geldes zunimmt. Wir erinnern uns da an die Zeiten der Wirtschaftskrise in den USA anlässlich derer die Menschen mit Schildern herumliefen, darauf stand: „Übernehme jede Arbeit für einen Dollar am Tag.“ Auch auf den Staat wird man sich dann nicht mehr verlassen können, da ja auch dem Staat das Geld fehlt und er die Sozialleistungen nicht mehr erbringen kann. Bevor man dann Arbeitslosengeld beziehen kann wird es heißen: Sie haben Vermögen. Erst wenn das aufgebraucht ist können wir über ihre Bezugsberechtigung sprechen. Dass ihr Konto bei der Bank aber gesperrt ist kümmert den Staat aber nicht. Sie müssen dann sehen wie sie mit ihrer Bank klar kommen.
Zusammenfassung
Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie sich eine Deflation auf die Bevölkerung auswirkt. Es entstehen Armut, Massenarbeitslosigkeit und Elend. Bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass heute alle Faktoren, die für eine Deflation nötig sind, wieder vorhanden sind: Massive Verschuldung, aufgeblähte Aktenkurse, überhöhte Immobilienpreise, niedrige Zinsen.
Veränderung einer Gesellschaft in der Krise
Polizei und Verwaltung
Es ist davon auszugehen, dass infolge gekürzter Gehälter von Staatspersonal die öffentlichen Dienste nicht mehr richtig funktionieren, d.h. Korruption sich ausbreiten wird, da sich die Beamten ihre Gehälter so aufbessern werden. Taschendiebstahl gehört zum normalen Alltag. Ein Visum für Westeuropa wird man nur noch gegen Extrazahlung erhalten. Die Polizei wird sich um Bagatellfälle gar nicht mehr kümmern d.h. die Akten verschwinden dann ganz einfach in der Bürokratie.
Arbeit und Leben
Durch den Abbau der Industrie sind viele Menschen arbeitslos geworden. Eine richtige Produktion findet mit Ausnahme in der Landwirtschaft nicht mehr statt. Der Handel findet so statt, dass man auf dem Markt Bedarfswaren billig einkauft um dann teurer weiter zu verkaufen (so wie es ja auch in verschiedenen Ostblockländern schon gehandhabt wird).
Zusammenfassung
Wie sich eine Gesellschaft verändert die in eine Dauerkrise schlittert, lässt sich anhand des ehemaligen Ostblocks verfolgen. Dort herrschen weitgehend Armut und Korruption. Gegenüber dem Ostblock ist der Westen aber mental nicht eingestellt. Jahrzehnte des Wohlstandes haben die Menschen verwöhnt. Die Jugend wird durch eine Spasskultur benebelt, durch Medien, welche sich nur noch an Verkaufszahlen und Einschaltquoten orientieren, desorientiert und hat das Maß zwischen geben und Nehmen verloren.
Nun stellt sich die Frage nach der richtigen Strategie, um auf eine Deflation zu reagieren.
Strategien in einer Deflation
„Die wahre Vollendung des Menschen liegt nicht in dem was er besitzt, sondern in dem, was er ist“ (Oscar Wilde).
In diesem Kapitel werden die folgenden Themen abgehandelt:
► Schulden - die Todesfalle
► Spare in der Zeit, so hast du in der Not: Sparen als Grundvoraussetzung einer Krisenvorbereitung; Gespartes Geldvermögen sollte fünf bis 10 Jahre für die nötigsten Ausgaben reichen.
► Unauffällig leben zahlt sich aus: Protzige Lebensweise ist gefährlich! Echte Gewinner leben sparsam.
► Vom Hoch-zum Tiefstapler: Geben sie sich ärmer als sie sind!
► Neu-oder Gebrauchtwagen? Gebrauchtwagen sind viel billiger als Neuwagen.
► Treibstoff-Versorgungsschwierigkeiten in der Krise. Dieselautos machen unabhängiger.
► Eigenheimbesitzer oder Mieter? Eigentumswohnungen verlieren an Wert. Mitwohnungen machen flexibel.
Zusammenfassung
Um sich auf eine Deflation richtig vorzubereiten, muss erkannt werden, dass Schulden tödlich sind. Demgegenüber ist ein sparsamer Lebensstil erste Voraussetzung für das Überstehen einer Krise. Das beinhaltet eine unauffällige Lebensweise, die keinen Neid erweckt. Das Motto lautet: Vom Hochstapler zum Tiefstapler werden. Dazu gehört, dass das Prestigeobjekt Auto seinen Stellenwert verliert. Ein Gebrauchtwagen erweckt keinen Neid und spart Geld. Auch die Treibstoffversorgung wird in einer Deflation leiden, weswegen Autos mit Dieselantrieb zu bevorzugen sind. Vor einer Deflation lohnt es sich nicht, Immobilien zu kaufen, da diese am meisten im Preis verfallen. Als Mieter ist man demgegenüber flexibel und hat keine Schulden. Nach dem Einleiten der Maßnahmen zur Sicherheit stellt sich die Frage, welche Chancen diese Krise für Sie bringt.
Die Chancen in der Deflation
„Geld ist nichts. Aber viel Geld – das ist etwas anderes.“ (George Bernhard Shaw).
Viele großen Vermögen wurden in einer Deflation gemacht. In einer Deflation wird Vermögen innerhalb kurzer Zeit umverteilt. Der Vater von John F. Kennedy machte das Vermögen des Kennedy-Clans in der letzten Weltwirtschaftskrise. Da eine Deflation vor einer Inflation kommt, müssen Sie sich heut auf eine Deflation einstellen und dann erst mitten in der Abschwungphase auf Inflation setzen. In der Deflation zählt allerdings in erster Linie frei verfügbares Bargeld.
Investitionen vor der Deflation
An erster Stelle steht der Abbau von Schulden. Man sollte unbedingt abklären ob eine vorzeitige Tilgung einer Schuld möglich ist. Hinsichtlich von Kreditinstituten sollte man sich lieber auf Regionalbanken beziehen, da Grossbanken im Falle von Liquiditätsproblemen ganz einfach den Hahn zudrehen. Nachstehend Maßnahmen zum umsetzen:
● Schulden abbauen
● lange Zinsfestschreibung (Festhypothek mit langer Laufzeit)
● regional orientierte kreditgebende Banken
● heimliche Vermögen neben Schulden aufbauen
Bargeld lacht
In einer Deflation gibt es nur wenige Gewinner. Einer davon ist Bargeld. Es ist wichtig zu erkennen, dass bei einem Crash alle Buchgeldforderungen wertlos werden. Die dahinter stehenden Schuldner werden nämlich insolvent. Dies bedeutet, dass der ganze bisherige Handel weg zur zehnfach kleineren Bargeldmenge verlagert. Was nicht mehr gefragt sein wird, ist jegliche Art von Buchgeld, wie z.B.: Kreditkarten, EC-Karten oder Überweisungen. Geld wird also keinesfalls plötzlich wertlos. Geld muss auch nicht immer „angelegt“ sein. Nach Prof. Malik von der HSG sollte man Geld am besten überhaupt nicht anlegen, weil es sich ganz von selbst vermehrt. Beispiel: Wer im März 2000 entschieden hat keine Aktien zu kaufen, sein Geld dafür liegen zu lassen, hat es von innerhalb 24 Monaten massiv vermehrt. Er kann nämlich heute rund zehnmal so viele NEMAX-Aktien kaufen und beinahe schon doppelt so viele Dax-Werte wie damals. Die Kernaussage lautet: In einer Deflation wird alles immer billiger. Zusammengefasst heißt dies:
● In einer Deflation zählt nur Geld
● Am besten ist Bargeld in kleinen Scheinen
Geldanlage vor und in der Krise
Es ist bekannt, dass je höher die Rendite, desto größer ist das Risiko. Anlagen sollten also nicht aufgrund einer Rendite geschehen, sondern aufgrund von Sicherheit. Folgendes sollte beachtet werden:
● Kurzfristige Anlageformen, ständig verfügbar.
● Keine riskanten, hochverzinslichen Geldanlagen – je höher die
Rendite, umso höher das Risiko.
● Liquidität und Sicherheit gehen vor Rendite
● Das Geld muss sowohl zeitlich als auch geographisch immer
zu erreichen sein.
Praktische Schritte
Erst einmal müssen die Schulden weg. Dann sichern sie ihr Vermögen stufenweise ab, indem sie es in drei Teile aufteilen:
1. krisengesicherter Teil
2. liquider Teil
3. Investitionsteil
Um ihr Vermögen sinnvoll einzuteilen, müssen sie eventuell ehemals langfristig angelegtes Vermögen auflösen. Auch das zurückfahren von lang laufenden Lebensversicherungen ist zu überlegen.
Gold oder: Es gibt keine absoluten Werte
Viele glauben, dass Gold ein sicherer Anlagewert ist. Wer aber vor der Deflation auf Gold setzt, muss dann in dieser erleben, dass er damit direkt gar nichts machen kann.
Was in dieser Zeit alleine zählt ist Bargeld. Es ist auch davon auszugehen, dass der Goldpreis zu Beginn und während einer Deflation sinken wird, da wahrscheinlich alle Goldanleger von ihrem Gold verkaufen werden, da sie ja mit Gold keine Einkäufe machen können. Aus diesem Grund ist es besser eine flexible Strategie zu wählen, die vor einer Deflation auf Geld setzt und vor der darauf folgenden Inflation auf Gold.
Die Strategie vor einer Deflation zusammengefasst lautet:
► Schulden vermeiden und vorhandene Schulden so schnell wie möglich abtragen.
► Freies Kapital liquide und gut verteilt anlegen
► Besser nicht alles auf Edelmetalle anlegen
Weitere mögliche Maßnahmen
Das zweite Standbein im Ausland
Ein Zweitsitz für den der es sich leisten kann, ist sicher eine Möglichkeit. Bei der Wohnsitzsuche ist es besser nicht in ein städtisches Gebiet zu ziehen, da dort die Gefahren um einiges größer sind als in einem urbanen Umfeld. Dieser zweite Wohnsitz kann natürlich auch im eigenen Land sein.
Unternehmerstrategie
Denken Sie vor allem daran, dass der Markt schrumpfen wird. Schulden zu machen um Steuern zu sparen ist in dieser Situation nicht zu empfehlen. Mieten Sie ein Gebäude mit einem kurz laufenden Mietvertrag. Vereinbaren Sie wenn immer möglich einen an die Preisentwicklung gekoppelten Mietpreis. Halten Sie den Personalbestand so tief wie möglich. Haben sie einen noch gut laufenden Betrieb, dann denken Sie über einen Verkauf nach. Sie bekommen jetzt noch einen guten Preis – und könnten diesen in der Krise zu einem Bruchteil zurückkaufen.
Arbeitnehmerstrategie
Sie müssen davon ausgehen, dass sie ihre Arbeit verlieren werden und arbeitslos werden. Ihr Arbeitgeber wird aufgrund des auf ihn kommenden Druckes diesen an Sie weitergeben und sie zu Lohneinbussen oder Lohnverzicht zwingen. Glauben Sie nicht, dass Sie dann noch mit staatlicher Unterstützung rechnen können. Dies alles wird massiv gekürzt oder sogar gestrichen werden. Bei allen Arten von Verträgen darauf achten, dass das Geld sofort fließt. Bei allen Verträgen, für die Sie zahlen, achten Sie darauf, dass Sie jederzeit aussteigen können oder diese so kurz wie möglich laufen.
Zusammengefasst heißt dies:
● kurzfristige Verträge
● sparsamer Lebensstil
● keine Schulden
● sofortige Auszahlung statt Ratenzahlung
Zusammenfassung: Wie gehen Sie vor?
Zuerst gewöhnen Sie sich eine sparsame Lebensweise an. Das hilft Ihnen, das nötige Geld für die Krise zu sammeln und macht es Ihnen später leichter, den Lebensstandard zu reduzieren. Hören Sie auf mit dem vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Vermögen zu prahlen. Ein Gebrauchtwagen bringt Sie genau so ans Ziel wie ein auf Kredit gekaufter BMW. Sie hören auf, ihre Nachbarn übertrumpfen zu wollen. Stattdessen machen Sie das Gegenteil und geben sich ärmer als Sie sind. Das ersparte Geld legen Sie nicht in Aktien, Anleihen, Lebensversicher-ungen oder Fonds an, sondern halten es immer liquide. Kommt die Deflation, dann heisst es „nur Bares ist Wahres.“ Sie räumen Ihre Konten und deponieren das Geld diebstahlsicher. Sie warten ab, bis die Preise kräftig in den Keller gefallen sind. In der Deflation kaufen Sie sich ihr Traumhaus zu einem Spottpreis. Selbstverständlich behalten Sie ihren sparsamen Lebensstil bei. Was Sie an Kapital übrig haben, legen Sie in Sachwerten, wie Metallen an, oder kaufen ein kleines Unternehmen auf – damit entgehen Sie dem nachfolgenden Währungsschnitt. Wenn Sie viel Vermögen haben, dann können Sie auch günstige „Papierwerte,“ wie Akten und Anleihen, aufkaufen. Zu keiner Zeit vertrauen Sie mehr auf Autoritätspersonen und Institutionen, wie Politiker, Experten und Medien. Niemand von denen hat ein Interesse daran, dass Sie gewinnen – viele möchten aber, dass Sie verlieren. Gleichzeitig schaffen Sie eventuell Vorbereitungen für ein zweites Standbein im Ausland. Wenn es zu Unruhen oder zum Krieg kommt, haben Sie dann ein sicheres Ausweichquartier. Nach der Krise können Sie dann sofort am Wiederaufbau mit Ihren Metallen und Unternehmen verdienen.
Schlusswort von Albert Schweizer – Arzt und Philanthrop und Gründer des Spitals Lambarene:
„Wer sich vornimmt, Gutes zu bewirken, darf nicht erwarten, dass die Menschen ihm deswegen Steine aus dem Weg rollen, sondern er muss auf das Schicksalhafte gefasst sein, dass sie ihm welche obendrauf rollen.“
Herisau, im Februar 2009/HPE
Quellenangabe:
Autor: Günter Hannich – Copyright 2008 – 6. völlig überarbeitete Auflage 2009
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