Das Lebenszeugnis von Emil Krémer
| Von HPE @ 13:24 | [ Persönlich-Personally ] |
Autor : Emil Krémer (1895 – 1990)
Biographie : Emil Krémer wuchs in einer „scheinchristlichen“ Familie auf, d.h. sie waren keine echten an Jesus Christus gläubig gewordenen Menschen. Aufgrund ihres schlechten Beispiels wandte sich Emil Krémer vom Glauben ab. Doch Gott holte ihn zurück. Nachdem er das Forststudium abgeschlossen hatte kletterte er rasch die Karriereleiter hoch, merkte aber bald einmal, dass ihm der Sinn für ein echt erfülltes Leben fehlte. Durch die Predigt eines Heilsarmeeoffiziers wurde dann später sein Interesse an der Bibel geweckt da dieser aufgezeigt hatte, dass die in der Bibel gegebenen Prophetien beim Propheten Daniel dann auch tatsächlich eingetroffen sind. Er las daraufhin von den Erzvätern und fand heraus, dass Palästina wirklich das Land war das Gott Abraham und dem jüdischen Volk verheißen hatte. Daraufhin kam er zum Neuen Testament und las dort, dass der Messias der König Israels sei. Aber er stellt auch fest, dass der Gott und Erretter der da offenbart war, anders war als der Gott den die Christen zu kennen vorgaben. Emil Krémer betete daraufhin ein Übergabe-gebet, und Gott offenbarte ihm seinen Sohn mit Galater 1, 15-16. Im laufe kurzer Zeit kamen alle seine Familienmitglieder zum Glauben an Jesus Christus. Seitdem er durch die Ge-schichte der vier Weltreiche das Alte Testament „entdeckte“ und bemerkt hatte, dass dieses sich immer um das Volk Gottes dreht, das ER auserwählt hatte, um den Völkern das Heil zu bringen – da goss Gott durch seine Wort die Liebe zu diesem Volk in sein Herz. Aus dieser seiner völligen Hingabe an Gott resultierte dann ein Leben voller Höhen und Tiefen und Abenteuer. Nachstehend ein Auszug aus seinem Büchlein mit dem Titel: „Bei Gott – ist alles möglich.“
Gott griff bei der Brücke von Remagen ein
Wenn man diese Berichte und Zeugnisse liest, könnte man sich vielleicht fragen, ob es nicht viel Einbildung oder falsche Vorstelljungen darin habe. Aber Gott in seiner Gnade hat auf die eine oder andere Art immer Sein Eingreifen in der Erhörung der Gebet bestätigt und oft auch durch die Personen selbst, derer er sich für seine Wunder bediente. Die Geschichte der Brücke von Remagen ist trotzt aller Nachforschungen, die nach dem Krieg von den alliierten und deutschen Truppen veranlasst wurden, ein Geheimnis geblieben. Die Zeitung „MATCH“ hat sogar einen Sonderartikel publiziert über das „GEHEIMNISS DER BRÜCKE VON REMAGEN,“ der bestätigte, dass trotz aller unternommen Nachforschungen das Geheimnis nicht aufgeklärt werden konnte. Die in Belfort erscheinende Zeitung „L’EST RÉPUBLIQUAIN“ veröffentlichte am 6. März 1978 einen Artikel mit der Überschrift: „DIE BRÜCKE VON REMAGEN WURDE STEIN FÜR STEIN VERKAUFT.“ Darin war zu lesen: „Die Geschichte von der Überquerung des Rheins auf der Brücke von Remagen war der Anlass einer Superfilmproduktion. Sie gab Stoff für historische Werke, aber bleibt weiterhin von einem Geheimnis umwoben. Bis heute konnte noch niemand erklären, warum dieses Kunstwerk intakt in die Hände der amerikanischen Streitmächte gefallen ist, denn es war nur von einer Gruppe von 36 Pionieren bewacht.“ Nun, es war Gott selbst, der eingegriffen hatte, um die Brücke vor der Zerstörung zu bewahren. Das bestätigte sich später. Einige Jahre nach dem Krieg, als die durch Bombenangriff zerstörte Stadt Nürnberg wieder neu aufgebaut war, hielt ich dort in einem neu erbauten öffentlichen Saal zusammen mit einem Bruder Versamm-lungen ab. Nach den Versammlungen hatten wir Seelsorgen in einem Nebenzimmer. Eines Tages kam ein Mann und bat um ein seelsorgerliches Gespräch. Er wollte denselben tiefen Frieden haben, den er bei mir sah. Als ich ihm einige Fragen stellte und besonders, wo er in der letzten Zeit des Krieges gewesen wäre, antwortete er mir am Schluss, dass er in der Gegend des Rheins gewesen wäre. „An welchem Ort?“ fragte ich ihn. „In der Nähe der Brücke von Remagen!“ „Was haben sie denn an dieser Stelle gemacht?“
„Ich war beauftragt worden mit einer Gruppe von Pionieren die Brücke zu bewachen, nachdem die letzten deutschen Truppen sie überquerten.“ Wenn die Panzer der Amerikaner sich nähern würden, sollte ich sie in die Luft sprengen, indem ich den Knopf des Zünders auslösen sollte, der dafür angebracht worden war. Die Offiziere waren alle geflohen. Nach einiger Zeit sah ich in der Ferne die amerikanischen Panzer zur Brücke rollen. Ich wollte sie sogleich sprengen; aber ganz plötzlich ermahnte mich eine Stimme: „Gib die Brücke frei!“ Ich wandte mich zu meinen Männern um und fragte: „ Wer hat mit mir geredet?“ Niemand hatte nur ein Wort gesagt!“ Erneut setzte ich an, um die Brücke in die Luft zu sprengen. Aber erneut kam dieselbe Stimme, dieses mal lauter: „Gib die Brücke frei!“ „Wer hat gesprochen? Fragte ich erneut. Aber keiner meiner Soldaten hatte gesprochen. Unterdessen aber waren die amerikanischen Panzer ganz nah an die Brücke herangekommen. So schickte ich mich wieder an, den Zünder zu drücken, entschlossen, nicht mehr auf diese Stimme zu hören. Aber dieses mal ließ sie sich noch lauter vernehmen: „ Gib die Brücke frei! Ergib dich mit deinen Männern!“ Unfähig, meine Absicht zu ende zu führen, habe ich dann ein weißes Friedenstuch geschwungen und mich mit meinen Männern ergeben. Wir wurden dann in ein Gefangenenlager nach England gebracht. Aber diese Stimme, die ich an der Brücke von Remagen gehört hatte, ließ mich nicht mehr los bis zu dem Tag als in dem Gefangenen-lager eine Evangelisation stattfand. Da habe ich Jesus als meinen Retter angenommen und die Vergebung aller meiner Sünden empfangen sowie die Freude der Rettung. Jedoch habe ich noch nicht den wahren Frieden, und zwar aus folgendem Grund: Weil ich mich dem Befehl, die Brücke von Remagen zu sprengen, verweigert habe, wurde den alliierten Truppen die Möglichkeit gegeben, den Rhein zu überqueren. Die vier verantwortlichen Offiziere, bis zum General, wurden am nächsten Tag auf Befehl Hitlers erschossen. Ich bin also verantwortlich und schuldig an ihrem Tod. Das klagt mich unaufhörlich an und hindert mich daran, Frieden zu haben.“
Jetzt konnte ich ihm durch die Gnade Gottes zeigen, dass der HERR ihn während seines zweiwöchigen Urlaubs gerade deswegen von Norddeutschland nach Nürnberg in diesen Versammlungssaal und in das Gesprächszimmer geführt hatte, damit ich ihm die Pläne Gottes mit ihm erklären konnte. Ich erzählte ihm von diesen schrecklichen Konzentrations-lagern, in denen auch mein Sohn eingesperrt gewesen war. Dann erklärte ich ihm, wie Himmler beschlossen hatte, beim Näherrücken der alliierten Truppen alle Lager mitsamt den inhaftierten Häftlingen zu zerstören, um keine Spuren zu hinterlassen. Dann erzählte ich ihm, wie General Eisenhower an alle seine Truppen Befehl gegeben hatte, am Rhein anzuhalten; und wie Gott es uns ins Herz gegeben hatte, IHN inständig zu bitten, dass er eine Passage über den Rhein freimachen möge, um so den alliierten Truppen die Möglichkeit zu geben, unverzüglich weiterzugehen und noch rechtzeitig die Konzentrationslager zu befreien, damit sie nicht zerstört würden. So konnte ich ihm zeigen, wie Gott ihn gebraucht hatte, um einen schnellen Durchmarsch der Alliierten über die Brücke von Remagen, die er hätte zerstören sollen, zu ermöglichen. Indem er der Stimme Gottes gehorcht hatte, die immer lauter zu ihm gesprochen hatte, war er ein Werkzeug in seiner Hand gewesen, um Hunderttausenden von Inhaftierten das Leben zu retten. Mann kann sich die Freude vorstellen, die das Herz dieses Bruders erfüllte als er verstand, dass er durch seinen Gehorsam das Werkzeug gewesen war, durch das ungefähr 500'000 Inhaftierte, davon 43'385 Franzosen, die sich noch in den Konzentrationslagern befanden, gerettet werden konnten. So ging er wieder nach Hause, das Herz voller Friede und Freude des HERRN. Wie sind doch die Absichten Gottes, selbst wenn sie den Augen der Welt verborgen bleiben, wunderbar, wenn Menschen Seiner Stimme gehorchen!





