2009-02-23

Das Lebenszeugnis von Emil Krémer

Von HPE @ 13:24 [ Persönlich-Personally ]

Autor : Emil Krémer (1895 – 1990)

Biographie : Emil Krémer wuchs in einer  „scheinchristlichen“ Familie auf, d.h. sie waren keine echten an Jesus Christus gläubig gewordenen Menschen. Aufgrund ihres schlechten Beispiels wandte sich Emil Krémer vom Glauben ab. Doch Gott holte ihn zurück. Nachdem er das Forststudium abgeschlossen hatte kletterte er rasch die Karriereleiter hoch, merkte aber bald einmal, dass ihm der Sinn für ein echt erfülltes Leben fehlte. Durch die Predigt eines Heilsarmeeoffiziers wurde dann später sein Interesse an der Bibel geweckt da dieser aufgezeigt hatte, dass die in der Bibel gegebenen Prophetien beim Propheten Daniel dann auch tatsächlich eingetroffen sind. Er las daraufhin von den Erzvätern und fand heraus, dass Palästina wirklich das Land war das Gott Abraham und dem jüdischen Volk verheißen hatte.  Daraufhin kam er zum Neuen Testament und las dort, dass der Messias der König Israels sei. Aber er stellt auch fest, dass der Gott und Erretter der da offenbart war, anders war als der Gott den die Christen zu kennen vorgaben. Emil Krémer betete daraufhin ein Übergabe-gebet, und Gott offenbarte ihm seinen Sohn mit Galater 1, 15-16. Im laufe kurzer Zeit kamen alle seine Familienmitglieder zum Glauben an Jesus Christus. Seitdem er durch die Ge-schichte der vier Weltreiche das Alte Testament „entdeckte“ und bemerkt hatte, dass dieses sich immer um das Volk Gottes dreht, das ER auserwählt hatte, um den Völkern das Heil zu bringen – da goss Gott durch seine Wort die Liebe zu diesem Volk in sein Herz. Aus dieser seiner völligen Hingabe an Gott resultierte dann ein Leben voller Höhen und Tiefen und Abenteuer. Nachstehend ein Auszug aus seinem Büchlein mit dem Titel: „Bei Gott – ist alles möglich.“

Gott griff bei der Brücke von Remagen ein

Wenn man diese Berichte und Zeugnisse liest, könnte man sich vielleicht fragen, ob es nicht viel Einbildung oder falsche Vorstelljungen darin habe. Aber Gott in seiner Gnade hat auf die eine oder andere Art immer Sein Eingreifen in der Erhörung der Gebet bestätigt und  oft auch durch die Personen selbst, derer er sich für seine Wunder bediente. Die Geschichte der Brücke von Remagen ist trotzt aller Nachforschungen, die nach dem Krieg von den alliierten und deutschen Truppen veranlasst wurden, ein Geheimnis geblieben. Die Zeitung „MATCH“ hat sogar einen Sonderartikel publiziert über das „GEHEIMNISS DER BRÜCKE VON REMAGEN,“ der bestätigte, dass trotz aller unternommen Nachforschungen das Geheimnis nicht aufgeklärt werden konnte. Die in Belfort erscheinende Zeitung „L’EST RÉPUBLIQUAIN“ veröffentlichte am 6. März 1978 einen Artikel mit der Überschrift: „DIE BRÜCKE VON REMAGEN WURDE STEIN FÜR STEIN VERKAUFT.“ Darin war zu lesen: „Die Geschichte von der Überquerung des Rheins auf der Brücke von Remagen war der Anlass einer Superfilmproduktion. Sie gab Stoff für historische Werke, aber bleibt weiterhin von einem Geheimnis umwoben. Bis heute konnte noch niemand erklären, warum dieses Kunstwerk intakt in die Hände der amerikanischen Streitmächte gefallen ist, denn es war nur von einer Gruppe von 36 Pionieren bewacht.“ Nun, es war Gott selbst, der eingegriffen hatte, um die Brücke vor der Zerstörung zu bewahren. Das bestätigte sich später. Einige Jahre nach dem Krieg, als die durch Bombenangriff zerstörte Stadt Nürnberg wieder neu aufgebaut war, hielt ich dort in einem neu erbauten öffentlichen Saal zusammen mit einem Bruder Versamm-lungen ab. Nach den Versammlungen hatten wir Seelsorgen in einem Nebenzimmer. Eines Tages kam ein Mann und bat um ein seelsorgerliches Gespräch. Er wollte denselben tiefen Frieden haben, den er bei mir sah. Als ich ihm einige Fragen stellte und besonders, wo er in der letzten Zeit des Krieges gewesen wäre, antwortete er mir am Schluss, dass er in der Gegend des Rheins gewesen wäre. „An welchem Ort?“ fragte ich ihn.  „In der Nähe der Brücke von Remagen!“ „Was haben sie denn an dieser Stelle gemacht?“

„Ich war beauftragt worden mit einer Gruppe von Pionieren die Brücke zu bewachen, nachdem die letzten deutschen Truppen sie überquerten.“ Wenn die Panzer der Amerikaner sich nähern würden, sollte ich sie in die Luft sprengen, indem ich den Knopf des Zünders auslösen sollte, der dafür angebracht worden war. Die Offiziere waren alle geflohen. Nach einiger Zeit sah ich in der Ferne die amerikanischen Panzer zur Brücke rollen. Ich wollte sie sogleich sprengen; aber ganz plötzlich ermahnte mich eine Stimme: „Gib die Brücke frei!“ Ich wandte mich zu meinen Männern um und fragte: „ Wer hat mit mir geredet?“ Niemand hatte nur ein Wort gesagt!“ Erneut setzte ich an, um die Brücke in die Luft zu sprengen. Aber erneut kam dieselbe Stimme, dieses mal lauter: „Gib die Brücke frei!“ „Wer hat gesprochen? Fragte ich erneut. Aber keiner meiner Soldaten hatte gesprochen. Unterdessen aber waren die amerikanischen Panzer ganz nah an die Brücke herangekommen. So schickte ich mich wieder an, den Zünder zu drücken, entschlossen, nicht mehr auf diese Stimme zu hören. Aber dieses mal ließ sie sich noch lauter vernehmen: „ Gib die Brücke frei! Ergib dich mit deinen Männern!“ Unfähig, meine Absicht zu ende zu führen, habe ich dann ein weißes Friedenstuch geschwungen und mich mit meinen Männern ergeben. Wir wurden dann in ein Gefangenenlager nach England gebracht. Aber diese Stimme, die ich an der Brücke von Remagen gehört hatte, ließ mich nicht mehr los bis zu dem Tag als in dem Gefangenen-lager eine Evangelisation stattfand. Da habe ich Jesus als meinen Retter angenommen und die Vergebung aller meiner Sünden empfangen sowie die Freude der Rettung. Jedoch habe ich noch nicht den wahren Frieden, und zwar aus folgendem Grund: Weil ich mich dem Befehl, die Brücke von Remagen zu sprengen, verweigert habe, wurde den alliierten Truppen die Möglichkeit gegeben, den Rhein zu überqueren. Die vier verantwortlichen Offiziere, bis zum General, wurden am nächsten Tag auf Befehl Hitlers erschossen. Ich bin also verantwortlich und schuldig an ihrem Tod. Das klagt mich unaufhörlich an und hindert mich daran, Frieden zu haben.“

Jetzt konnte ich ihm durch die Gnade Gottes zeigen, dass der HERR ihn während seines zweiwöchigen Urlaubs gerade deswegen von Norddeutschland nach Nürnberg in diesen Versammlungssaal und in das Gesprächszimmer geführt hatte, damit ich ihm die Pläne Gottes mit ihm erklären konnte. Ich erzählte ihm von diesen schrecklichen Konzentrations-lagern, in denen auch mein Sohn eingesperrt gewesen war. Dann erklärte ich ihm, wie Himmler beschlossen hatte, beim Näherrücken der alliierten Truppen alle Lager mitsamt den inhaftierten Häftlingen zu zerstören, um keine Spuren zu hinterlassen. Dann erzählte ich ihm, wie General Eisenhower an alle seine Truppen Befehl gegeben hatte, am Rhein anzuhalten; und wie Gott es uns ins Herz gegeben hatte, IHN inständig zu bitten, dass er eine Passage über den Rhein freimachen möge, um so den alliierten Truppen die Möglichkeit zu geben, unverzüglich weiterzugehen und noch rechtzeitig die Konzentrationslager zu befreien, damit sie nicht zerstört würden. So konnte ich ihm zeigen, wie Gott ihn gebraucht hatte, um einen schnellen Durchmarsch der Alliierten über die Brücke von Remagen, die er hätte zerstören sollen, zu ermöglichen. Indem er der Stimme Gottes gehorcht hatte, die immer lauter zu ihm gesprochen hatte, war er ein Werkzeug in seiner Hand gewesen, um Hunderttausenden von Inhaftierten das Leben zu retten. Mann kann sich die Freude vorstellen, die das Herz dieses Bruders erfüllte als er verstand, dass er durch seinen Gehorsam das Werkzeug gewesen war, durch das ungefähr 500'000 Inhaftierte, davon 43'385 Franzosen, die sich noch in den Konzentrationslagern befanden, gerettet werden konnten. So ging er wieder nach Hause, das Herz voller Friede und Freude des HERRN. Wie sind doch die Absichten Gottes, selbst wenn sie den Augen der Welt verborgen bleiben, wunderbar, wenn Menschen Seiner Stimme gehorchen!


2008-06-12

Ein Suchender findet seinen Gott

Von HPE @ 11:58 [ Persönlich-Personally ]

Autor: Hans Peter Ehrsam -  Schmiedgasse 40a - CH-9100 Herisau 

Um was geht es bei diesem Bericht? Dieser Bericht zeigt auf wie ein Suchender in und durch Jesus Christus (Jeschua HaMaschiach) seinen Gott (JAHWEH) gefunden hat und wie er seinen Weg über mancherlei Umwege zurück zu den Wurzeln, nach rund 25 Jahren, zu guter letzt finden konnte.

Ein Suchender findet seinen Gott

Hans Peter Ehrsam


2006-04-22

My greatest experience

Von HPE @ 18:42 [ Persönlich-Personally ]
My report covers three parts. One could say, it describes three different life phases. The first lasted for 42 years and could be entitled: My life without GOD. (or one could say only with God when it suited me. The second phase lasted for one and a half years. It was a period of time when I searched eagerly for GOD. The third phase began a little over a year ago and is ongoing. It began with my decision to follow God. When you add up all three of these phases, you will discern that I am actually 44 years old. (at the time of writing)
I was born and grew up on the edge of the city of Basle. My childhood was wonderful, as far as I am remember. I along with my three siblings were educated in the christian faith and we took part in different youth camps, i.e. bible seminars and camps. At the age of 15, my parents put me in a boarding school in Montreux. I only could handle being “locked in” for 2 months and then I ran away from this school. I ended up going to a public commercial school in Lausanne. After school in the “Suisse Romande,” I followed in the footsteps of my father and started a four year apprenticeship as a drugist. After finishing this apprenticeship, I entered the military service as a recruit and was there allocated to the sanitary service for the troup. In all of this, I was driven by a desire to get ahead of others. I wanted to have an impressive career. Everything went well…exactly as I planned. I became an officer in the army. After this time in the military, I was trained by an American pharmaceutical company as a medical representative. Later, I worked in the same capacity for an big Swiss pharmaceutical company. In order to advance in my career, I decided to change from field service to an internal service function. I had the opportunity to become the assistant to the general manager of an English pharmaceutical company. My duties were limited to the German speaking countries. I was sent to the mother company in London, where I received training in different departements, such as the market research, finance and the corporate planning unit in the firm.
When I returned from England, I was appointed as the field sales force manager. I was the marketing manager for the Swiss pharmaceutical market. I ran into some conflict with my superior and as a result, I gave notice to this company. I began to work for a German company where I am continuing to work. I am responsible for the entire Swiss operation.
Based on the theory of Masslow (Motivation and personality, New York 1954), I had now pursued all the important need levels. Masslow indicates 5 different need levels. First of all he postulates the physiological basic needs, such as eating and drinking. If these are satisfied, next comes the need for protection, such as a roof to provide shelter and security. If these are satisfied, then the need for a position in society, such as a leading function in industry, in the army or elswhere. After this come the importance of needs regarding the ego-and status, such as owning a house, a car, or having an attractive wife, great children, etc. All this I had already accomplished! In the pursuit of meeting my needs I had not forgotten GOD, I had just pushed Him to the side.
To come back to Masslow, there was only one thing on top of his pyramid, the need for self-realization. (what ever this expression means) One part of my own self-realization was fulfilled when I married my wife Evira in 1979. In early 1980, our first son Patrick was born and 1982 our second son, Oliver followed. Our two sons were healthy and have developed very well. Many would say that we were lucky. However, looking back on this, I would say GOD was faithful to us.
At this point in my pursuit of self-realization, something happened that influenced my life more then I realized at the time. My wife’s twin brother went through a divorce and turned to alcohol. He could see no way to continue. I wanted to help him but I didn’t have any solutions so I referred him to a well known psychiatrist in Zürich.
When he had his first session, the psychiatrist asked him if he would like to get free of alcohol as fast as possible or in a slower method. My brother in law, Wolfgang, wanted the quick solution which meant getting medical treatments. The medicine can’t be taken with alcohol because of the dangerous side effects. The following day, Wolfgang had his first day in a hotel in Zürich where he would work as the 2nd chef de cuisine. As usual, the beginning of a new job was celebrated with alcohol. Wolfgang couldn’t resist. Even though he was fully drunk, he tried to drive home and had a head on collision with another car. He was instantly dead. My wife had lost her only twin brother. My son Patrick lost his godfather.
Shortly after this event, I accepted an invitation to participate in a Bible group in a house. Also, I began to visit the local church service more often. I began to take part in the prayer gathering in the same church. I have to admit, that I didn’t feel very comfortable in these prayer gatherings, because I wasn’t able to pray out loud like everyone else did. At this time a man from IVCG gave me the brochure “Geschäftsmann & Christ.” In this brochure was a story from a businessman that I knew. Because of this extraordinary report, I decided to renew this contact. The outcome of our conversation really helped me to go further. I was invited by a member of IVCG (Internatioanle Vereinigung Christlicher Geschäftsleute) to a target-planning-seminar.
I realised during this 3-day-seminar that the teachers didn’t speak so much about planning methods or about the decision-finding-model of St. Gallen. They spoke more about the fact, that we have to plan our private lives and that we have to ask God about His plans for our life . My own life plan should be co-ordinated with God’s plan for my life. I followed through on their suggestions and established some targets and goals for the next year (1985). I layed these plans down before God. When I did this, I suddenly realised that I never had asked God about his plans for my life. Occasionally, I prayed to God when I needed some help in a situation but when I was out of the situation, I put God back behind the closed door. Someone called this behaviour “Deep sea diving Christian behavior.” This means that we come to the surface to meet God on Sunday but then we dive back into the depths for the rest of the week.
It was obvious that I had to put things in order in my life before I could set further goals for the following year. I prayed then more or less the following prayer:

"Heavenly father, I haven’t lived all these years, as you would have liked it. I apologize and ask you to pardon me in the name of your son Jesus Christ, who died and was resurrected also for me. Lord Jesus come now into my life and take over as the Lord of my whole life. Amen.
I can’t describe the happiness that came into my life after this prayer. But what I knew with absolute certainty was this: Jesus Christ had become my Lord and that all my sins which put distance between God and myself, were cancelled.

But I also knew, that there were some other sins that needed be made right. They needed to be settled not only before God, but also with the people who were involved. This meant that I needed to go to the board of directors in the European Headquarters in Munich. I had to confess there, that I had received too much money from the old age pension which didn’t belong to me. I had kept about CHF 5’400 with the knowledge that this money belonged to the company. My heart was pounding and my knees were trembling as I stood before the General Manager and the Personnel Director. I knew at that time, that I could lose my job. But God was gracious with me. The injustice was forgiven and I wasen’t even asked to pay back the missing money.

There was more rearranging to be done in my life. I knew that I needed to dispose of my whole collection of Playboy magazines. For those who don’t know what Playboy is, it is a men’s magazine with a lot of pictures of women posing with little or no clothes on. I had been collecting this magazine since 1962 and I had accumulated around 200 magazines.

I thank God for his great patience with me and his grace that he has shown me. He gave me so much time to say YES to his act of salvation for me and I could accept him as my Lord over my whole life. In order to receive his free gift of salvation, I need to make a decision. More and more, I am beginning to understand the love of God for all people. God sent his son Jesus into this world so that everyone would have the chance to be saved. Everyone who believes in him will get the gift of eternal life and will not perish.
My wish for you is that you will be able to make the same important decision that I made before it is too late.
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Mein grösstes Erlebnis

Von HPE @ 18:36 [ Persönlich-Personally ]

Mein Bericht umfasst drei Abschnitte: man könnte sie auch mit drei Lebensperioden umschreiben. Der erste Abschnitt beschreibt meine Kindheit und die Zeit meiner Ausbildung und Karriere bis zum Zeitpunkt vom 2. November 1984, an dem ich mein Leben ganz bewusst Jesus Christus anvertraut habe. Der zweite Teil beschreibt, wie es dazu kam, dass ich Jesus Christus in mein Leben einlud und der dritte Teil beschreibt die Zeit nach meiner Hinwendung zu Jesus Christus bis zu dem Tag, an dem ich meinen Posten als General Manager einer japanischen Pharma-Handelsfirma infolge meines Glaubens an Jesus Christus räumen musste.
Wie schon in meinem ersten Lebensbericht ausgeführt, den ich an einem Bankett der IVCG (Internationale Vereinigung Christlicher Geschäftsleute) im Jahre 1986 vortragen durfte, war meine Kindheit, die ich in Birsfelden/Basel in einem intakten christlichen Elternhaus verbringen durfte, sehr schön. Nach der obligatorischen Schulzeit durfte ich während einem Jahr die „Ecole de Commerce“ in Lausanne besuchen. Nach der 4-jährigen Drogistenlehre schloss ich meine Ausbildung mit dem Diplom der „Ecole de Droguerie“ in Neuenburg ab. Daraufhin folgte die Militärzeit bei den Sanitätstruppen, die ich nach einer Umschulung als Oberleutnant im AC-Schutzdienst in einer Transportabteilung beendete.
Auch berufsmässig lief alles wie am Schnürchen. In der Karriereleiter stieg ich vom Pharmaberater zum Geschäftsleiterassistenten auf, dann wurde ich nationaler Marketingleiter und zum Karrierenende schaffte ich auch noch den Sprung zum Geschäftsleiter einer japanischen Pharmahandelsfirma. Mit rund 20 Mitarbeitern erwirtschafteten wir einen Umsatz von über CHF 8 Mio. Aus der im Jahre 1979 eingegangen Ehe entsprangen zwei Söhne, die heute mit 26 und 24 Jahren auf ihren eigenen Beinen stehen. Während meiner rund 25-Jahre dauernden Ehe kam es aber immer öfter zu Spannungen wegen meines Glaubens an Jesus Christus, dem ich am 2. November 1984 anlässlich eines Zielfindungsseminares mein Leben übergab. Obschon ich in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen war, war mir die Schriftstelle in Johannes 3, 3 nicht bekannt. Dort steht: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Nachdem ich meine Planung für 1985 geschrieben hatte, wurden wir aufgefordert, unsere Pläne mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung zu bringen. Da ich als Vorbereitung zu diesem Seminar während rund sechs Monaten an einem wöchentlich stattfindenden Abendgebet in der Landeskirche Mönchaltorf teilgenommen hatte, wusste ich, dass ich nur im Gebet herausfinden konnte, ob meine Planung dem Willen Gottes entsprach. Als ich so auf meinen Knien vor Gott war, wurde mir plötzlich bewusst, dass ich bis zu diesem Tag Gott überhaupt nie nach seinem Willen gefragt hatte und im Grunde genommen nur für mich selbst gelebt hatte. Diese Erkenntnis war so tiefgreifend, dass ich auf der Stelle Gott um Vergebung bat. Ich wusste auch sofort, dass mir Gott aufgrund des Sühnetodes Jesu Christi am Kreuz von Golgatha meine Verfehlungen vergab. Daraufhin sagte ich zu Jesus Christus: „Wenn du wirklich der einzige Sohn des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs bist, dann bitte ich Dich, jetzt in mein Leben zu kommen und die Herrschaft darin zu übernehmen!“ Jesus kam dann nach diesem Gebet mit solcher Wucht, dass ich für einige Tage wie auf Wolken schwebte und wusste, dass Gott in mir jetzt etwas Neues geschaffen hatte.
Als meine Frau Elvira davon erfuhr, wollte sie zuerst gar nicht erst von Wien nach Hause kommen und sich auf der Stelle scheiden lassen. Letztendlich war sie aber dann doch bereit, eine Weiterführung der Ehe zu versuchen. Obschon sie nach zwei Jahren anlässlich einer Gesprächsrunde der IVCG ihr Leben auch Jesus anvertraute, wurden die Probleme nicht kleiner, sondern grösser. Durch sehr widerwärtige Umstände in der Kirchenpflege wurden die schon in ihrer Familie aufgetretenen Alkoholprobleme manifest und waren zuletzt so extrem, dass ein weiteres Zusammenleben ohne Therapie nicht mehr möglich war. Da verschiedene Therapieversuche immer wieder scheiterten, blieb zuletzt nur noch der Auszug aus dem Haus in Mönchaltorf. Während rund 6 Jahren versuchte ich dann, die Ehe wieder in Gang zu bringen, was aber infolge diverser Rückfälle nicht möglich war. Auch ein letzter Versuch, dem auch einer meiner beiden Söhne beiwohnte, blieb der Erfolg versagt, sodass ich im Mai 2004 die Scheidung einreichte.
Parallel zu diesen familiären Problemen kamen dann auch noch Probleme im Geschäft. Durch eine Fehlbesetzung im Marketing musste ich den von der Europazentrale selektierten Mitarbeiter wegen unwahrer Angaben fristlos entlassen. Aus Enttäuschung über die seiner Meinung nach ungerechtfertigte Entlassung intrigierte dieser bei der Personalabteilung in München und teilte diesen u.a. mit, dass ich mein Veto gegen die Einstellung einer Sekretärin eingelegt hätte, die zwar total in der Esoterik verhaftet war, aber beruflich absolut qualifiziert gewesen wäre. Aufgrund dieser Information befragte der Personalleiter hinter meinem Rücken eine meiner Mitarbeiterinnen, wie es bei ihr gewesen wäre, als ich sie einstellte. Nachdem in der ganzen Firma alle von meiner Einstellung zu Jesus Christus wussten, hatte ich auch ihr bei ihrer Einstellung mein Zeugnis gegeben, wozu sie feststellte, dass sie sich vorgekommen wäre wie bei den Scientologen. Da die Scientologen in Deutschland sehr aktiv sind, war dies für den Personalleiter ein Alarmzeichen höchster Dringlichkeit. Dies führte dazu, dass ich anlässlich eines Besuches in München von diesem zu einem Mittagessen eingeladen wurde. Bei diesem Mittagessen zugegen war auch der Managing Director Finance & Production, der zugleich auch Präsident des Verwaltungsrates der Schweizerischen Niederlassung ist.
Bei diesem Gespräch hatte ich keine Ahnung um was es gehen würde, da ich von der zuvor erwähnten Korrespondenz meines ehemaligen Mitarbeiters keine Kenntnis hatte. Der Zufall wollte es, dass ich zu diesem Zeitpunkt auch wieder einmal am Fasten war, sodass ich beiden Herren sagen musste, dass ich mich zwar für die Einladung bedanke, aber wegen meines Fastens nicht essen könne. Der Personalchef fragte sofort, ob dies im Zusammenhang mit meinem Glauben stehe, was ich nach heftigen innerlichen Kämpfen bejahte. Nach dieser Eröffnung kamen die Informationen zu meinem Verhalten hinsichtlich Einstellung oder nicht Einstellung von neuen Mitarbeitern. Der Personalschef war der Meinung, dass wenn die Qualifikation gegeben ist, ein Mitarbeiter einzustellen sei, egal ob dieser Buddhist, Hindu oder Moslem sei und auch noch 150 Kilogramm auf die Waage bringen würde. Dieser Haltung widersprach ich, worauf der Personalchef die Meinung äusserte, dass er mich jetzt fristlos entlassen könnte. Er wolle dies nun aber nicht tun, sondern von München aus meine Nachfolgeregelung an die Hand nehmen. Da ein Bezug der AHV erst ab Alter 63 möglich ist, war er dann einverstanden, dass ich nach längstens 3 Monaten nach Eintritt meines Nachfolgers meinen Posten zu übergeben hätte, dann aber noch bis zum Mai 2004, d.h. bis zum Erreichen des Endalters 63 noch auf der Gehaltsliste der Firma bleiben könnte.
Gott meinte es alles in allem gesehen gut mit mir, sagte ich IHM doch schon im Alter von 60 Jahren, dass ich nicht bis zum Endalter 65 arbeiten, sondern IHM vorzeitig als sein Mitarbeiter zur Verfügung stehen wolle. Nachdem mein Gehalt als Geschäftsleiter alles andere als schlecht war, weiss ich nicht, ob ich letztendlich nicht an meinem Chefsessel kleben geblieben wäre. Auf diese Art und Weise kam es nun aber dazu, dass ich mehr unfreiwillig als freiwillig vorzeitig in Pension gehen musste.
Als sein Mitarbeiter zur Verfügung stehen hiess dann für mich, während 4 Monaten, d.h. von August bis Dezember 2004, das Israel College of the Bible in Jerusalem zu besuchen. Da ich aber dazumal noch immer nicht geschieden war, kam dies eher einer Flucht vor der Realität gleich, als einem Engagement als Gottes Mitarbeiter. So entschied ich mich, die hängigen Proble-me in Angriff zu nehmen und bin nun seit August 2004 von meiner Frau Elvira geschieden. Schon in Jerusalem habe ich verschiedene Bestätigungen hinsichtlich meiner Berufung und meines Auftrages am Volk der Juden erhalten. Zusammen mit meiner mir von Gott zur Seite gestellten zukünftigen Frau, die jüdische Wurzeln hat und dieselbe Berufung in ihrem Herzen trägt, werden wir seinem Volk in Jerusalem dienen. Der Prophet Sacharia sagt in Kapitel 14, 16: „Und es wird dazu kommen, dass alle Übriggebliebenen von all den Nationen, die gegen Jerusalem gezogen sind, Jahr für Jahr heraufkommen werden, um den Herrn der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern.“ Insgesamt gesehen meinte es mein Vater im Himmel sehr gut mit mir, auch wenn nicht alles so geworden ist, wie ich mir das gerne gewünscht hätte. Seine Verheissung aber in Psalm 37,4: „Habe deine Lust an dem Herrn, so wird er dir geben was dein Herz begehrt“ ist absolut richtig, habe ich doch im Alter von 63 Jahren eine äusserst spannende Zukunft vor mir, mit einer wundervollen Frau und einem Auftrag, der so oder so nur durch Jeschua HaMaschiach (Jesus Christus auf Hebräisch) selbst ausgeführt werden kann.

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