Das Shofar - Sein Ursprung und seine Kraft
| Von HPE @ 11:42 | [ Shofar ] |
Zusammenfassung des Shofar-Seminars
vom 9.-10. Februar 2007 in Linz
(Referent: Hermann Schneider, D-73333 Gingen;
Berichterstattung: Hans Peter Ehrsam, CH.9100 Herisau)
Was ist das Shofar?
Das Shofar ist ein heiliges, von Gott gegebenes Instrument für Weckrufe.
Wie wirkt das Shofar?
Das Shofar hat seine Wirkung nicht nur auf die natürlichen Ohren, sondern insbesondere auf die Ohren des Herzens.
Ursprung des Shofar’s
Der Name Shofar kommt aus dem Hebräischen vom Wort: Shopa, was zum einen Widderhorn bedeute, aber auch als Stimme wiedergegeben kann (gleiche Wurzel). Das Shofar wurde von Gott selbst geblasen als sich sein auserwähltes Volk unten am Horeb versammelte und weder Tier noch Mensch die damals gezogene Abschrankung durchbrechen durfte, da jeder der dies getan hätte, sofort gestorben wäre. In Vers 16 im Exodus 19 lesen wir, dass Gott selbst es war, der das Shofar geblasen haben muss. Das erste mal als ein Shofar benutzt worden war, wenn auch nur symbolisch, war bei der Opferung des Isaak’s. Symbolisch deshalb, weil nach der Opferung des Widders das Horn übrig blieb und bis heute als Symbol des Gehorsams von Abraham steht.
Als Gott sah, dass Abraham bereit war, sein liebstes hinzugeben, rief der Engel des HERRN: Abraham, Abraham! Und er sagte: Hier bin ich. Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Jungen, und tue ihm nichts. Denn nun habe ich erkannt, dass du Gott fürchtest, da du deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast.
Was das Shofar nicht ist
Das Shofar ist kein Zaubermittel und soll nicht zum magischen Objekt werden. Derjenige der das Shofar blässt ist dafür verantwortlich, dass es in der richtigen Herzenshaltung geblasen wird.
Ein Beispiel
Zwei Kriegsmänner die von Gott ganz unterschiedlich eingesetzt worden sind:
- Saul
Saul hatte in seinen Anfängen gute Eigenschaften zu einem guten Könige. Wie er gewählt worden war brüstete er sich überhaupt nicht damit. Als Samuel ihn zum Könige salben wollte war er nicht aufzufinden. Er versteckte sich hinter eine Holzbeige. Was aber brachte ihn dann schlussendlich zum Fall? Es war seine fehlende Bereitschaft zur Unterordnung und zum Gehorsam gegenüber Gott. Obwohl Gott ihm den Auftrag gegeben hatte alles Lebende umzubringen, verschonte er einen Teil der Tiere. Saul hatte auch keine persönliche Beziehung zu Gott (siehe 1. Sam 15, 31).
- David
David hatte seine Sünden bekannt und hatte Busse getan. Gott berief den David schon als Jüngling wegen seines Herzens. Wie war David als Jüngling? Er machte z.B. Lobpreis zusammen mit seinen Schafen. David war ein Anbeter JAHWEH’s, weshalb er den Titel erhielt ein Mann nach dem Herzen Gottes zu sein. Sein ganzes Tun richtete sich nach dem was sein Gott wollte. So hat er z.B.: auch König Saul nicht umgebracht, obschon er einige male die Gelegenheit dazu hatte. Anbeter wie David, oder wie solche die heute bei diesem Shofarseminar sind, gehören zu den mächtigsten Krieger Gottes.
Anbetung hat aber seinen Preis
Anbetung aber hat einen hohen Preis. Das wichtigste Beispiel im Wort Gottes ist dasjenige von Abraham als er seinen lang ersehnten Sohn Isaak opfern sollte. Als Abraham gefragt wurde was sie denn auf dem Berg Morija machen werden, antwortete Abraham seinen Knechten: „Ich gehen hin anzubeten.“
Anbeter schauen zuerst auf Gott und suchen nicht ihre eigene Ehre! Dazu gibt es einige negative Beispiele wie: Hitler, Sadam Hussein etc. Diese hatten keine Beziehung zum Vater und verwendeten ihre Position für ihre eigene Ehre.
Unsere Position in Jesus Christus
Wir sind mit Jesus mitversetzt an einen himmlischen Ort und regieren schon heute mit IHM zusammen. Es geht also um die Mächte dieser Erde, dafür Jesus gekommen ist um die Werke des Teufels zu zerstören. Gemäß Kolosser 1, 16 hat der Vater das ganze Universum durch IHN und für IHN geschaffen. Wenn wir mit Jesus Christus herrschen müssen wir verstehen, dass unsere Absichten mit den Seinen 100%-ig übereinstimmen müssen. Damit dies geschehen kann müssen wir in Reinheit und versöhnt leben. Wir müssen uns Gott unterwerfen und dem Teufel widerstehen, so dass er dann von uns flieht (Jakobus 4, 7).
Verschiedene Autoritätsbereiche
Unsere Frage muss lauten: Wo habe ich meinen Autoritätsbereich und zu wofür habe ich einen Auftrag?Autorität hat immer mit Unterordnung zu tun. Unterordnung hat damit zu tun in einer bestimmten Ordnung zu leben. Die Kücklein der Henne sind nur unter den Flügeln ihrer Mutter geschützt. Verlassen sie diesen Bereich, so können sie zur Beute eines Raubvogels werden. Als Shofarbläser habe ich mich immer einer Autorität, z.B. derjenigen meines Pastors, eines Gebetsleiters etc. zu unterordnen. Ein gutes Beispiel dazu ist das Eintreten Abrahams für Sodom und Gomorha, oder das Beispiel von Aron und Miriam die sich gegen Mose erhoben hatten. Abraham unterstellte sich der Autorität Gottes, trat für die Städte und insbesondere für seinen Neffen Lot mit Weib und Kindern ein. Aron und Miriam hatten aus ihrer Rebellion den Schaden für den Mose aber postwendend eintrat. Sowohl Abraham wie auch Mose waren geheilte Männer Gottes, d.h. sie hatten keine Verletzung mehr von früher als z.B.: Lot die Richtung der Stadt und die schönen Auen mit den saftigen Gräsern wählte und Abraham ihm deswegen hätte Gram sein können. Abraham hätte denken können: Geschieht ihm ganz recht! Er soll nun selbst schauen wie er aus dem Schlamassel herausfindet.
Wirkungen des Shofarblasens
Durch die Vielzahl der Dämonen in unserem Zwischenhimmel ist die Decke weitgehend zu und unsere Gebete haben Mühe bis in den Thronsaal JAHWEH’s vorzudringen. Das Shofar macht beim seinem Blasen Löcher in diese Decke und bringt auch Licht in das Leben von Menschen wenn es z.B.: im Befreiungsdienst eingesetzt wird. So ist das Shofar ein „Durchbruchsinstrument“ beim:
Gebet; - beim Befreiungsdienst; - beim Lobpreis.
Beispiele
Die Buddhisten hatten im vergangenen Jahr einen Grossanlass in Graz. Der Dalai Lama hatte mit seinen Mitarbeitern das Ziel das Gebiet von Graz für den Buddhismus einzunehmen. Um dies zu erreichen machten sie ein großes Mandala. Vorgängig dazu besetzten sie die strategisch wichtigen Höhen. Dieses Vorgehen zeigt, dass die Buddhisten strategisch denken und sich der Bedeutung von Höhen bewusst sind.
Als die Christen von diesem Anlass hörten, machten auch sie sich auf um dagegen vorzugehen. Die Buddhisten machten einen großen Fehler indem sie den Hauptplatz von Graz nicht besetzten, was aber die Christen taten. Bei den Gebeten war auch ich mit meinem Shofar zugegen und blies das Horn. Als die Buddhisten sich daran machten das Mandala in die Donau zu schütten um die 700 Dämonen freizusetzen, brach unter ihnen die ganze Brücke ein. Bei diesem Vorfall kam bei Hermann Schneider die Idee auf, Shofar-Seminare anzubieten und durchzuführen.
Wo finden wir den Einsatz des Shofar’s in der Bibel?
Wir finden ihn an sehr vielen Orten. So wurde es zum Beispiel von vielen Propheten selbst geblasen. Nehemia blies es. Wir finden Hinweise bei Jesaja in Kapitel 18,3; bei Hesekiel, bei Hosea, bei Joel, Daniel und Sacharia. Wie schon gesagt ist das Shofar ein heiliges Instrument, das Gott selber ausgesucht und auch geblasen hat. Es ist auffallend, dass je nach Übersetzung auch verschiedene Wörter eingesetzt wurden. Nur die revidierte Schlachter-Übersetzung braucht das Wort „Shofarhorn.“
Wer soll, resp. darf das Shofar blasen?
Da die Lehre von Hermann Schneider in die Richtung geht, dass auch Frauen jeden in der Bibel vorkommenden Dienst ausüben können, dürfen nach ihm alle das Shofar blasen, inklusive Kinder. Einzige Voraussetzung dazu ist die richtige Herzenseinstellung (diese Aussage stelle ich in Frage!).
Dass nicht nur Leviten/Priester das Shofar blasen dürfen geht aus der Geschichte von Gideon in Richter 7 hervor. Nachdem Gott die 22'000 Mann als viel zu viel bezeichnet hatte und sie auf 10'000 reduziert waren, waren es für JAHWEH immer noch zu viele. Am Schluss blieben nur diejenigen übrig die das Wasser mit der Zunge aus dem Bach geleckt hatten, die anderen schickte Gideon nach Hause. Bevor diese aber nach Hause gingen steht: Und sie nahmen die Wegzehrung des übrigen Volkes an sich und deren Hörner. Es scheint also so zu sein, dass das Shofarhorn zur Ausrüstung eines Kriegers gehörte.
Wie und wann soll das Shofar geblasen werden?
Die großen Hörner des Kudu sollen immer so geblasen werden, dass das Horn nach aufwärts gerichtet ist und die Öffnung nach oben zeigt, In Israel wird es geblasen zum Anzeigen des Jubeljahres, das alle 50 Jahre stattfand. Es wurde geblasen bei der Einsetzung eines Königs.
Es gibt zum Blasen 4 verschiedene Signale
1. Tekiah: Ist ein lang anhaltender Ton und bedeutet: Der König kommt.
2. Schewarim: Sind drei kurze Töne hintereinander und bedeutet: Erbarme
dich HERR. Ein um Gnade flehen.
3. Teruah: Neun rasche, kurze Töne. Bedeutung: Ein Alarmruf, der auch Schluchzen
und Weinen in sich vereint.
4. Tekiah gedolah: Ein lang anhaltender Ton (so lang wie man kann). Bedeutung:
Weist auf die Wiederkunft des HERRN.
Die folgenden Fragen sind vom Bläser vorgängig des Blasens zu stellen:
In welcher Autorität blase ich oder tue ich etwas?
Wer ist mein Schutz? (Bin ich von hinten geschützt?)
Wer ist mein Leiter und bin ich ihm untergeordnet?
Wenn wir diese Regeln nicht beachten, können wir massiv angegriffen werden!!



